Von der Pflanze in die Tasse

Die Kaffeepflanze hat ovale Blätter, weiße, duftende Blüten, die in Trauben beieinander stehen und bringt kleine runde Früchte (Kirschen) hervor. Die Pflanze trägt ungefähr vom dritten bis zum dreißigsten Lebensjahr Früchte. Der Ertrag liegt bei eineinhalb bis zwei Kilo pro Jahr und Pflanze. Die in der Frucht enthaltenen Samen (meist zwei) sind nach außen gewölbt und von einer Furche durchzogen. Die Samen werden nach der "trockenen" oder nach der "nassen" Methode aus der Frucht gelöst. Beim ersten Verfahren werden die Kaffeekirschen in der Sonne zum Trocknen ausgelegt, die Samen werden anschließend vom Fruchtfleisch befreit und nach Größe und Farbe sortiert und gereinigt. Bei der nassen Aufbereitung werden die Früchte gewaschen und entkernt. Danach erfolgen Gärung und Reinigung der Samen. Bei der trockenen Aufbereitung erhält man die Kaffeesorten, die in Brasilien corrientes genannt werden. Aus der nassen Aufbereitung erhält man die sogenannten lavados, die "gewaschenen" Bohnen, die in puncto Qualität den trocken aufbereiteten Bohnen überlegen sind. Dennoch ist die trockene Aufbereitung der Kaffeekirschen weiter verbreitet. Sie ist einfacher, denn besonders in heißen Ländern ist Wasser oft Mangelware. Nach der Aufbereitung werden die Kaffeebohnen an die Röstereien verschickt, wo sie in großen rotierenden Trommel gleichmäßig geröstet werden. Die Röstung fällt je nach Geschmack heller oder dunkler aus und der Kaffee erhält dabei ein ausgewogenes Aroma. Zur Röstung gehören auch die sogenannten "Mischungen". Qualifizierte Schnuppernasen und Gaumen geben hier ihr Bestes, damit Sie den Kaffee in vollen Zügen genießen können. Na dann: nichts wie hoch die Tassen!